Kreisgruppe Mainz-Stadt

Dreck weg-Tag am 19. März mit dem BUND Mainz in Gonsenheim, Mombach und Bretzenheim

10. März 2022

Wessen Dreck ist das? Unter diesem Motto laden die Aktiven der BUND Kreisgruppe Mainz-Stadt im Rahmen des Dreck weg-Tages der Stadt Mainz auch in diesem Jahr wieder zum Müll einsammeln am Samstag, 19. März ein. Dieses Mal mit Aktiven in Gonsenheim und Mombach. Helferinnen und Helfer sind sehr willkommen. Wenn vorhanden, sollten eigene Handschuhe und (Grill)zangen bzw. Müllgreifer mitgebracht werden. Wer sich bis Donnerstag (17.3.) anmeldet, kann einen Müllgreifer ausleihen. Auch die BUND-Kindergruppe ist wieder dabei. Sie sammelt eine Woche früher in Bretzenheim.

Treffpunkt in Gonsenheim ist um 10 Uhr am Parkplatz Gärtnerei Stein's, Mainzer Straße 180. Gesammelt wird im Gonsbachtal. Kontakt: ccrebmann@gmx.de

Treffpunkt in Mombach ist um 10 Uhr am Parkplatz des Locomotion Fitness Studio, Obere Kreuzstr. 30 gegenüber dem Schwimmbad am Großen Sand. Gesammelt wird im Bereich der Autobahnauf- und -abfahrten zwischen Gonsenheim und Mombach. Kontakt: annestege@gmx.de

Mehr Respekt im Umgang mit unserer Stadtnatur – darum engagieren sich die BUND-Aktiven beim Dreck weg-Tag

Wer nach Feierabend oder am Wochenende in der Stadtnatur unterwegs ist, möchte sich erholen, mit dem Hund spazieren gehen, vielleicht Joggen, mit den Kindern in Freien spielen oder einfach das Gefühl genießen, auch als Städter ein Stückchen Natur beobachten zu können. Unsere Stadtbiotope haben unter diesem Freizeitdruck, verstärkt durch Corona und Anwohnerdruck in nachverdichteten Wohngebieten, viel zu leisten und viel zu ertragen. Allzu oft wird Müll achtlos zurückgelassen und in die Landschaft geworfen.

Hotspots sind Bus- und Bahnhaltestellen, Schulwege, Sitzbanken, Parkplätze, Autobahn Zu- und Abfahrten. Man schaue sich nur mal die "Grün"-Streifen an Ampeln oder befahrenen Straßen (Koblenzer Straße) an: Müllstreifen wäre vielerorts leider der zutreffendere Begriff. Wer genauer hinschaut, sieht immer mehr Müll: To-Go-Becher, Einweggeschirr, Flaschen, Kronkorken, Getränkedosen, Snackverpackungen, Kaugummi, Kippen, Corona-Masken. Die Liste ist fast so lang wie das Konsumangebot im Supermarkt.

Die Folgen sind nicht nur die mangelnde Hygiene und ein hässliches Stadtbild, es können auch Giftstoffe und Mikroplastik in Böden und Bäche gelangen. Von dort aus kommen sie ins Grundwasser oder in den Rhein, dann weiter ins Meer und letztendlich über die Nahrungskette zurück auf unsere Teller. So wollen wir sicher nicht leben. Darum kann es nur heißen: Schluss mit der Wegwerf-Mentalität! Jede*r kann bei sich den Anfang machen und ein paar einfache Regeln des Respekts beachten: Nichts hinterlassen, außer den eigenen Fußabdrücken, Verpackungen zum Recyceln nach Hause nehmen oder zumindest im Mülleimer entsorgen, anderen ein Vorbild sein, besonders gegenüber Kindern. Stadtnatur heißt auch Rückzugsorte für Vögel und Kleintiere, auf die Rücksicht genommen werden muss. Wir alle tragen Verantwortung für das Erscheinungsbild unserer Stadt. Natur- und Umweltschutz beginnt vor der eigenen Haustür.

Jede*r kann mitmachen beim städtischen Dreck weg-Tag. In Eigeninitiative in der eigenen Nachbarschaft mit Kindern und Freunden. Oder bei Umweltverbänden wie dem BUND Mainz.

Weitere Informationen: BUND Mainz, mainz(at)bund-rlp.de

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