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23.12.2025

Liebe Freundinnen und Freunde der Mainzer BUND-Kreisgruppe,

dieses Jahr haben wir Sie mit Newslettern nicht verwöhnt - das tut uns sehr leid, aber es gab einfach zu viel zu tun.

Die Katastrophenmeldungen nehmen immer weiter zu - und die Politik fährt den Umweltschutz zurück. Nicht nur in der deutschen Gesetzgebung gewinnt die Wirtschaft(lichkeit) immer mehr an Gewicht. Dabei ist längst klar, dass nur ein ökologischer Ansatz Schutzgüter wie die menschliche Gesundheit, Tiere, Pflanzen, Biodiversität, Klima und Luft, Landschaft, Boden und Wasser und damit unsere Lebensgrundlagen schützt.

Unser “roter Faden” war auch in diesem Jahr der Schutz unversiegelter Flächen – ein Thema, das angesichts neuer Bebauungspläne in der Draiser Senke und der Bretzenheimer Ebene aktueller denn je ist. Denn zu den Plänen für Flächenversiegelung in Mainz gesellte sich dieses Jahr die Absicht der Unimedizin, einen zweiten Standort auf der ehemals als Medienparkgelände des ZDF auserkorenen Fläche an der Draiser Senke zu bauen. Bei allem Verständnis für die Platznöte und das Bestreben, die Unimedizin als herausragenden Forschungs- und Ausbildungsstandort, als Stadt- und Landeskrankenhaus zu sichern, können wir nicht zustimmen, dass dafür eine weitere Verschlechterung des Mainzer Klimas in Kauf genommen werden muss. Seit Jahren wurde der Umbau im laufenden Betrieb geplant und für möglich erklärt, die Fakten bleiben dieselben - nur die Bewertung hat sich geändert.
Wir halten es für unverantwortlich, weiterhin in Kaltluftentstehungszonen zu bauen und damit die Gesundheit der Mainzer Bevölkerung dermaßen deutlich weiter zu gefährden. Unsere Position werden wir weiterhin offensiv vertreten. (Das Bild oben zeigt einen kleinen Ausschnitt der Fläche am ZDF, die mit 23 ha massiv bebaut werden würde.)
Zum Schutz der Bretzenheimer Ebene sammeln wir daher auch weiterhin gemeinsam mit den anderen Gruppen des “Netzwerks nachhaltige Stadtentwicklung” Unterschriften für die Petition "Keine Neuversiegelung für den Biotech-Campus", solange der Stadtrat noch keine Entscheidung dazu getroffen hat. Wir freuen uns sehr, wenn Sie selber unterschreiben und Freunde und Bekannte ebenfalls dazu ermutigen! Wir sammeln auch auf Papier und lassen Ihnen gerne Listen zukommen. Schreiben Sie uns dazu einfach an mainz@bund-rlp.de

Hinter uns liegt ein ereignisreiches und ziemlich intensives Jahr 2025, in dem wir uns mit viel Engagement für ein grüneres und lebenswerteres Mainz eingesetzt haben. Auch wenn wir im Kern nur eine kleine Gruppe von Aktiven sind, haben wir dieses Jahr ordentlich was bewegt. In unserem “Rückblick 2025” haben wir einige Eindrücke unserer Aktivitäten zusammengestellt.

Wir wissen, dass auch 2026 wieder große Herausforderungen auf den Mainzer Umwelt- und Naturschutz warten. Und genau das ist unser Antrieb: Wir werden uns weiterhin mit voller Kraft für den Erhalt unserer Äcker, Grünflächen und der Artenvielfalt in unserer Stadt starkmachen. Wir werden uns ebenso für das Klima und eine umweltfreundliche Mobilität einsetzen.

Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützen!

Wir wünschen Ihnen eine erholsame Zeit über die Feiertage und einen guten, gesunden Start ins neue Jahr!

Ihre BUND-Kreisgruppe Mainz

 

Kooperationen

Wenn es Sie interessiert, wo und mit wem wir in Mainz zusammenarbeiten, schauen Sie sich diese Seite an - hier geht es um Bündnisse, Mitgliedschaften und Kooperationen.

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Rückblick auf das Jahr 2025

Eine Zusammenfassung mit vielen Bildern von zahlreichen Aktionen können Sie sich in unserem Rückblick 2025 ansehen.

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Wie steht es um die Amphibien und Reptilien in Mainz?

BUND Mainz führt erste Bestandserhebung seit 30 Jahren durch

Wissen Sie, was Herpetofauna ist? Das ist die Gesamtheit aller Amphibien- und Reptilienarten einer Region. In den letzten drei Jahren haben die Aktiven des Mainzer BUND unter Mithilfe der Bevölkerung im Stadtgebiet nach Reptilien und Amphibien Ausschau gehalten. Die Projektleitung hatten Dorothee und Dr. Stephan Kerbeck, die sich beide schon lange mit dem Thema befassen.

Jede zweite Amphibienart und mehr als zwei Drittel der Reptilienarten sind in Deutschland bestandsgefährdet (Rote Liste Deutschlands 2021). Das ist auch in Mainz so. Neben eingeschleppten Parasitenerkrankungen und eingewanderten Süßwasserkrebsen spielt der Verlust von Lebensräumen eine entscheidende Rolle. Insbesondere Amphibien sind aufgrund ihrer verschiedenen Entwicklungsstadien auf sehr diverse Lebensräume angewiesen. 
Abhilfe können stehende Kleingewässer schaffen, diese können beispielsweise im Gonsbachtal eingerichtet bzw. wiederhergestellt werden.

Die Ergebnisse aus drei Jahren Beobachtung zur Bestandssituation der Herpetofauna sind nun in einem Bericht zusammengefasst, der auf unseren Webseiten heruntergeladen kann: https://mainz.bund-rlp.de/themen-und-projekte/kartierungsprojekt-amphibien-und-reptilien-in-mainz/.

Wir freuen uns, wenn Sie uns unterstützen!

 
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