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Torffrei gärtnern: Moore und das Klima schützen

27. März 2015

BUND Mainz aktualisiert Einkaufsführer für torffreie Gartenprodukte

Bald beginnt wieder die Gartensaison und Millionen Beete und Blumentöpfe werden neu bepflanzt. In Gartencentern und Baumärkten stapeln sich bereits die Säcke mit Blumen- oder Pflanzenerde. Doch Erde ist nicht gleich Erde. Da Garten- und Blumenerde bis zu 90 Prozent aus Torf besteht, rät der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vom Kauf herkömmlicher Erden ab. Die Torfgewinnung vernichtet Moore und mit ihnen viele seltene Pflanzen und Kleintiere. Moore sind nicht nur Lebensraum für Arten wie den Sonnentau oder das Birkhuhn, sie speichern auch das Klimagas Kohlendioxid. Die BUND Kreisgruppe Mainz-Stadt hat deshalb einen Einkaufsführer zusammengestellt, in dem Anbieter von torffreien Gartenprodukten in Mainz aufgeführt sind. Dieser wurde nun zum Beginn der neuen Gartensaison aktualisiert und kann auf der Homepage der Kreisgruppe unter http://mainz.bund-rlp.de heruntergeladen werden.

In Deutschland werden jährlich etwa zehn Millionen Kubikmeter Torf verarbeitet. Zwei Millionen davon durch privaten Verbrauch. Geht die Zerstörung der Moore weiter wie bisher, rechnet der BUND mit einer Erschöpfung der zum Abbau genehmigten Torfvorräte in etwa zehn Jahren. Für den Klimaschutz hätte dies dramatische Folgen. Allein in Deutschland setzt die Torfgewinnung jährlich rund zwei Millionen Tonnen CO2 frei.
Zusatzstoffe wie Kompost, Rindenhumus oder Holzfasern können den Torf-Anteil der Gartenerde problemlos ersetzen. Mittlerweile bieten viele Hersteller auch Gartenerde ohne Torf an. Der Verbraucher sollte darauf achten, dass es sich tatsächlich um 100-prozentig torffreie Produkte handelt. Erden, die mit "torfreduziert" oder "torfarm" beworben werden, enthalten zumeist 60 bis 80 Prozent Torf. Rindenkompost ist ebenfalls ein vollwertiger Ersatz für Torferde. Rindenmulch jedoch nicht, dieser wird ausschließlich zur Abdeckung von Beeten und Gartenflächen verwendet. Robuste heimische Pflanzenarten benötigen generell keine Torferde.

Weitere Informationen und Kontakt: BUND Kreisgruppe Mainz-Stadt, Hannah Neu, hannah.neu@bund-rlp.de, http://mainz.bund-rlp.de

Weitere Informationen zum Thema Torf und Moorschutz unter: http://mainz.bund-rlp.de/themen_projekte/natur_in_der_stadt/torffrei_gaertnern_natur_und_klima_schuetzen/

Bildmaterial zur Illustrierung der Pressemitteilung gibt es unter: http://mainz.bund-rlp.de/presse/bildmaterial



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