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Pfandfreie Dosen und Cafe-To-Go-Becher - wessen Dreck ist das?

18. April 2017

Aktive des BUND Mainz räumen Dreck weg

Wessen Dreck ist das? Unter diesem Motto sammelten die Aktiven der BUND Kreisgruppe Mainz-Stadt am Dreck-Weg-Tag jede Menge Müll in Mainz-Gonsenheim. Von den Entsorgungsbetrieben mit Müllpickern, Handschuhen und Mülltütenrollen ausgerüstet kamen auf der 500 Meter langen Strecke entlang der Autobahnauffahrt in der Nähe des Mombacher Schwimmbades insgesamt 24 Säcke in drei Stunden zusammen: hauptsächlich Verpackungsmüll, aber auch Windeln, eine Computerfestplatte, Schuhe, Kleidung und kurioserweise viele Tennisbälle. "Die Tennisplätze sind eigentlich ziemlich weit entfernt", wundert sich Anne Stege vom BUND Mainz, die seit Jahren freiwillig Müll aufsammelt und das nicht nur am jährlich wieder kehrenden Dreck-Weg-Tag. Unter dem Verpackungsmüll waren viele pfandfreie Getränkedosen und Plastikflaschen. Stege stört sich daran, dass "es heutzutage überhaupt noch pfandfreie Dosen und Flaschen gibt!" Sowohl Einweg- als auch Mehrweggetränkeverpackungen unterliegen nach der Verpackungsverordnung in der Regel der Pfandpflicht. Händler, die pfandfreie Getränkedosen und –flaschen verkaufen, haben allerdings einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil gegenüber Händlern, die zusätzlich zum Produktpreis ein Mehrweg- oder Einwegpfand verlangen. Anscheinend werden die pfandfreien Dosen und Flaschen ordnungswidrig verkauft und die Einhaltung der Verpackungsordnung wird kaum von den Behörden kontrolliert. Ein richtiges "Dosen-Desaster". Anders ist es nicht zu erklären, warum die BUND-Aktiven von Jahr zu Jahr immer mehr weggeworfenes pfandfreies Verpackungsmaterial finden. Ferner haben sie viele Cafe-To-Go-Becher aufgesammelt. "Hier könnte ein Anreiz über den Preis geschaffen werden", meint Anne Stege. "Wer mit seinem eigenen Mehrwegbecher kommt, zahlt dann auch weniger."

Weitere Informationen:

BUND Mainz-Stadt, mainz.bund-rlp.de



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