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Energie in Bürgerhand

20.01.2010

In Zeiten des Klimawandels werden neue Energiekonzepte immer wichtiger. Die 2009 gegründete Genossenschaft ,,Energie in Bürgerhand e.G." will mit einem Beteiligungsmodell dafür sorgen, dass nicht nur Großkonzerne diesen Markt beherrschen. Über die Ziele der Initiative sowie über konkrete Beteiligungsmöglichkeiten informiert Dr. Jörg Lange am 4. Februar um 19.30 Uhr im Valencia-Zimmer des Rathauses. Veranstalter ist die Kreisgruppe Mainz vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21 sowie der Klimacampgruppe Mainz-Wiesbaden.

Der Energieriese E.on musste im vergangenen Jahr aus kartellrechtlichen Gründen seine Tochter Thüga AG verkaufen. Zahlreiche kleine und einige große Kommunen wie Wiesbaden, Frankfurt und Hannover haben sich zusammengetan, um diese Firma gemeinsam zu erwerben. Die Genossenschaft "Energie in Bürgerhand" möchte die Initiative der Kommunen ergänzen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern Mitspracherechte bei der Thüga sichern.

Die Idee ist ebenso einfach wie spektakulär: Mit schon 500 Euro wird man Miteigentümer von 90 Stadtwerken mit 5 Millionen Kunden. Ihre ökologischen Perspektiven sieht die Genossenschaft im Verzicht auf Atomstrom, dem Ausbau von erneuerbaren Energien und der Förderung von Energieeffizienz. Darüber bestimmen die Anteilseigner. Außerdem sorgen sie dafür, dass Millionenbeträge nicht länger in Konzernkassen versickern, sondern zurück in die Taschen der Bürger vor Ort fließen.

Bereits in wenigen Monaten haben über 4000 Bürger rund 25 Millionen Euro für dieses Vorhaben aufgebracht - und der Ansturm bricht nicht ab. Auch Mainzer Bürger können jetzt noch einsteigen. Die Thüga hat in den vergangenen Jahren einen Gewinn von mind. 300 Mio. Euro erzielt - in guten Jahren auch rund 450 Mio. Euro. Also eine interessante Anlage...

 



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