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BUND Mainz aktiv für Umweltschutz und Geflüchtete

10. März 2016

Zivilgesellschaftliches Engagement durch Umweltaktionen

Was hat Umweltschutz denn mit der Flüchtlingsfrage zu tun, mag sich manch einer wundern. Warum verlassen so viele Menschen ihre Herkunftsländer? "Viele der bei uns Ankommenden stammen aus Ländern, in denen der Klimawandel bereits wesentlich deutlicher zu spüren ist als in unseren klimatisch gemäßigten Breiten", erklärt Hannah Neu, Vorstandsmitglied der Mainzer BUND-Gruppe. Lange Dürreperioden, ausbleibende Ernten und militärische Konflikte treiben die Leute zuerst in die Städte, wo sie hoffen, überleben zu können. Und wenn sie merken, dass es dort weder Arbeit noch eine Zukunft gibt, wenn sie sehen, wie um sie herum der Terrorismus erstarkt oder Krieg herrscht, fliehen sie meist in benachbarte Länder, teilweise aber auch weiter, bis sie eines Tages zum Beispiel in Deutschland sind. Die Klimaprobleme haben aber zum großen Teil wir in den industrialisierten Ländern verursacht. Indem wir schutzsuchende Menschen willkommen heißen, übernehmen wir nicht zuletzt Verantwortung für von uns verursachte Schäden. Auch der BUND in Mainz möchte dazu einen Beitrag leisten. Darum plant die lokale BUND-Gruppe zurzeit Aktionen für Kinder in Unterkünften für Geflüchtete, um die Kinder spielerisch mit umweltbewusstem Verhalten bekanntzumachen und damit auch ihre Integration zu fördern.
Außerdem wird der Mainzer BUND zusammen mit dem BUND Koblenz und anderen BUND-Gruppen auf der im April stattfindenden BUND-Landesdelegiertenversammlung einen klaren Unvereinbarkeitsbeschluss des Umweltverbandes mit rassistischen und menschenverachtenden Äußerungen und Aktivitäten beantragen, denn "Umweltschutz schließt Menschenschutz mit ein", so Hannah Neu.

Weitere Informationen:
BUND Mainz-Stadt, Hannah Neu (Kreisgruppensprecherin), mainz@bund-rlp.de, http://mainz.bund-rlp.de



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